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Evangelische und Katholische Kirchen

Katholische Kirche St. Marie Rosenkranzkönigin Friedrichsdorf
Quelle: Andreas Held
Katholische Kirche St. Marie Rosenkranzkönigin Eberbach-Friedrichsdorf
Ev. Michaelskirche und Kath. Kirche St. Johannes Nepomuk Eberbach
Quelle: Andreas Held
Ev. Michaelskirche und Kath. Kirche St. Johannes Nepomuk Eberbach

Evangelische Kirchen

Evangelische Michaelskirche in Eberbach:
Die Kirche wurde zwischen 1835- 1841 nach den Plänen des Heidelberger Baumeisters Friedrich Wundt errichtet und am 16. Mai 1841 geweiht. Als Baumaterial verwendete man den in Eberbach und Umgebung abgebauten Sandstein. Seit dem 16. Jahrhundert war Eberbach eine mehrheitlich reformierte Stadt. Diese ursprünglich reformierte Kirchentradition zeigt sich noch heute in der schlichten Gestaltung des Innenraums, wobei der Altar den Mittelpunkt des Chors darstellt. Das Langhaus bildet eine Halle mit Emporen und Arkaden. Das von dem Heidelberger Künstler Will Sohl gefertigte Altarfenster zeigt die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie Christus als Lamm Gottes. Die heutige Orgel wurde 1966/67 durch Friedrich Weißenborn (Braunschweig) gebaut. In den 1970er Jahren erhielt das Gotteshaus den Namen Michaelskirche, da man davon ausging, dass es in der vorreformatorischen Zeit in Eberbach eine Michaelskapelle gab. Heute ist bekannt, dass lediglich einer der Nebenaltäre der früheren katholischen Kirche dem Hl. Michael geweiht war.
Im Foyer der Kirche finden im Sommer regelmäßig Ausstellungen statt und im Rahmen der jährlichen Eberbacher Konzertreihe „JazzMe“ ein besonderer Musik-Gottesdienst.

Ehemalige lutherische Kirche (Badstraße 22) in Eberbach:
Eberbach war seit dem 16. Jahrhundert eine mehrheitlich reformierte Stadt (Reformierte = Anhänger der Glaubenslehre des schweizerischen Reformators Johann Calvin), allerdings gab es auch eine lutherische Minderheit. Die ehemalige lutherische Kirche in der heutigen Badstraße 22 wurde 1777 errichtet und nach der Badischen Kirchenunion (= Zusammenschluss zwischen Reformierten und Lutheranern) 1821 verkauft. Es handelte sich um einen einfachen, barocken Putzbau. In dem Gebäude befindet sich heute die Wirtschaft „Braumeister“ und an der Fassade ist eine Gedenktafel angebracht.

Evangelische Kirche Brombach:
Nach dem baulichen Befund stammt der Unterbau des Chorturms aus dem 13. Jahrhundert. Bei der Brombacher Kirche handelt es sich um einen mittelalterlichen Wehrbau, der verschiedene Umbauten erlebte. Vor der Einführung der Reformation durch das Adelsgeschlecht Landschad von Steinach war die Kirche der Hl. Magdalena und der Hl. Ottilia geweiht. Die mittelalterlichen Wandmalereien sind heute freigelegt und im Kreuzrippengewölbe sind Evangelistensymbole zu erkennen. Die evangelische Kirche Brombach besitzt eine 1972 durch den französischen Orgelbauer Ernest Mühleisen (Straßburg) gefertigte Orgel. 

Evangelische Kirche Friedrichsdorf:
Die Kirche von Friedrichsdorf wurde im neoromanischen Stil gebaut und am 4. November 1896 geweiht. Sie befindet sich im Unterdorf, dessen Einwohner mehrheitlich protestantisch waren. Es erfolgten verschiedene Erweiterungen und Renovierungen des Gotteshauses. Die Orgel wurde 1967 durch W. Bader & Söhne (Hardheim) gefertigt und das Chorfenster durch den Karlsruher Künstler Horst Leyendecker entworfen.

Evangelische Kirche „der Begegnung“ in Pleutersbach:
Die Pleutersbacher Kirche „der Begegnung“ wurde 1970/71 gebaut und am 19. Dezember 1971 durch Oberkirchenrat Kühlewein geweiht.  Es handelt sich um einen modernen Kirchenbau aus Beton und Glas. Die Orgel des Gotteshauses stammt von der Firma Georg Friedrich Steinmeyer aus Oettingen. 

Evangelische Kirche „Zur Zuflucht“ in Rockenau:
Die evangelische Kirche Rockenau wurde nach den Plänen des Architekten Gottfried Einwächter aus Karlsruhe errichtet und 1959 durch Prälat Hermann Maas aus Heidelberg geweiht. Der weiße Turm und das Schleppdach sollen an ein Wetterobdach und Zuflucht des Mittel- und Hochgebirges erinnern, worin sich der christliche Kirchenname „Zur Zuflucht“ ableitet. Die evangelische Kirche besitzt drei Glocken und eine 1973 durch den französischen Orgelbauer Ernest Mühleisen (Straßburg) gefertigte Orgel.

 

Katholische Kirchen

Katholische Kirche St. Johannes Nepomuk in Eberbach:
Sie wurde zwischen 1884-1887  im Stil der Renaissance und des Neubarocks nach dem Entwurf des Karlsruher Architekten Adolf Williard gebaut und am 7. August 1887 feierlich geweiht.  Beim Bau verwendete man einheimischen Sandstein. Die Kirche wurde an der Stelle von drei Vorgängerbauten errichtet und hat den Hl. Johannes Nepomuk als Patron. Es handelt sich um eine Zweiturmfassade, an der verschiedene Figuren, wie die vier Evangelisten und der Hl. Michael, zu sehen sind. Die Orgel wurde 1972 durch Hans-Theodor Vleugels (Hardheim) unter Verwendung von Teilen der Vorgängerorgel gebaut und 1994 erneuert. Die heutigen Chorfenster wurden durch den Künstler Valentin Feuerstein entworfen und in den Karlsruher Glaskunstwerkstätten gefertigt.
In der katholischen Kirche St. Johannes Nepomuk findet jährlich der Eberbacher Orgel-Sommer statt, bei dem auch internationale Musiker teilnehmen.  

Katholische Kirche St. Josef in Eberbach:
Die Kirche wurde ab 1959 nach den Plänen des Karlsruher Architekten Otto Hess für die in der Steige-Siedlung lebenden Katholiken errichtet, die zum Teil Heimatvertriebene waren, und 1961 durch den Freiburger Weihbischof Karl Gnädiger geweiht. Als Namenspatron wählte man den Hl. Josef, den Schutzpatron der Handwerker. Die Kirche befindet sich in der Steigestraße und besitzt eine 1980 durch Hans-Theodor Vleugels (Hardheim) gefertigte Orgel. 

Katholische Kirche St. Marie Rosenkranzkönigin in Friedrichsdorf:
Die katholische Kirche Friedrichsdorf wurde ab 1893 im neugotischen Stil gebaut und am 27. Juni 1894 geweiht.  Sie liegt im Oberdorf, dessen Einwohner früher mehrheitlich katholisch waren. Die Orgel wurde 1853 für die Pfarrkirche in Steinbach bei Mudau gefertigt und später nach Friedrichsdorf verkauft. Diese Orgel wurde in der Durlacher Werkstatt des Orgelbauers Voit, durch dessen Gehilfen Eduard Stadtmüller aus Fulda, gebaut. Sie ist die älteste erhaltene Orgel auf dem Eberbacher Stadtgebiet. In der Kirche finden sich Figuren der Hl. Marie und des Hl. Josef sowie eine Pietà.

 

Kapellen

Eberbacher Friedhofskapelle:
Der Eberbacher Friedhof befand sich ursprünglich in nächster Nähe der katholischen Kirche und wurde 1833 bis 1835 unterhalb des Ohrsbergs angelegt. Die heutige Friedhofskapelle Eberbach besitzt eine 1963 durch die Firma Walcker (Kleinblittersdorf) gefertigte Orgel. In nächster Nähe der Friedhofskapelle befinden sich verschiedene Gräber von Eberbacher Persönlichkeiten, wie dem Ehrenbürger Theodor Frey. Er war Initiator des Deutschen Handelstages.

Kirchel:
Mittelalterliche Kapelle aus dem 16. Jahrhundert an der Straße nach Schwanheim. Sie wurde zwischen 1514-1517 an der Stelle einer älteren Heiligkreuzkapelle errichtet. Sie zerfiel nach der Reformation, ist aber heute renoviert und besitzt einen offenen Dachstuhl. Es handelt sich um einen kleinen rechteckigen Bau mit dreiseitigem Chorschluss und sehenswerten Spitzbogenfenstern. Das Kirchel befindet sich in der Nähe eines Parkplatzes und eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen, wie zur Burg Stolzeneck. Die Burg ist ausgehend vom Kirchel über den sogenannten Urwaldpfad mit seinen bemerkenswerten Gesteinsformationen zu erreichen.    

Friedhofskapelle Lindach:
Der Eberbacher Stadtteil Lindach weist eine ökumenische Friedhofskapelle auf, die 1985 ihrer Bestimmung übergeben wurde. Sie besitzt eine Glocke, eine Orgel, einen Altar und ein Altarkreuz.

Ephrata-Hof (Verbindung zu dem Klostergründer Conrad Beisel):
Die Stadt Eberbach am Neckar wird häufig mit dem Kloster Eberbach im Rheingau verwechselt, weshalb einige Touristen das „Kloster“ suchen. In Eberbach am Neckar gab es jedoch nie ein Kloster, aber der deutsch-amerikanische Klostergründer Conrad Beisel wurde 1691 in Eberbach geboren und wanderte 1720 nach Nordamerika aus. In Pennsylvania gründete er die Religionsgemeinschaft der Siebentägner-Tunker und 1732 das Kloster Ephrata. Aus diesem Kloster entwickelte sich die spätere Stadt Ephrata, die 1976 eine Städtepartnerschaft mit Eberbach schloss. Der Ephrata-Hof zwischen dem Thalheim‘schen Haus und dem Pulverturm erinnert an diese Verbindung.

Kontakt & Information:

Stadtverwaltung Eberbach
Kultur-Tourismus-Stadtinformation
Leopoldsplatz 1
69412 Eberbach